Pelargonien-Bläuling: Schäden an Pelargonien erkennen
Der kleine braune Schmetterling, der um einen Topf mit Pelargonien flattert, kann der Pelargonien-Bläuling Cacyreus marshalli sein. Seine Flügel tragen cremebraune Linien, und jeder Hinterflügel hat ein kurzes Schwänzchen. Der Falter selbst richtet kaum unmittelbaren Schaden an, doch seine Larven fressen in Knospen und Stängeln und können eine kräftige Pflanze auf hohle, zusammenbrechende Triebe reduzieren.
Die Art stammt aus dem südlichen Afrika und ist heute in weiten Teilen des Mittelmeerraums etabliert. Zonal- und Efeu-Pelargonien sind ihre wichtigsten Wirtspflanzen im Garten. Der geläufige Name „Geranienmotte“ führt gleich doppelt in die Irre: Es handelt sich um einen Schmetterling, und die meisten betroffenen Terrassenpflanzen gehören zur Gattung Pelargonium, nicht zur winterharten Gattung Geranium.
Die Pflanze vor einer Behandlung lesen
Die Eier werden einzeln auf zarte Blätter, Blütenknospen oder Stängel gelegt. Junge Larven beginnen möglicherweise in einer Knospe oder einem Blatt, dringen dann in einen Stängel ein und fressen entlang seines weichen Inneren. Achten Sie auf kleine Eintrittslöcher, dunklen Kot, beschädigte Blütenstände und Triebe, die trotz feuchter Erde welken. Wird ein verdächtiger Stängel längs aufgeschnitten, zeigt sich vielleicht eine gelbgrüne, leicht behaarte Raupe oder ein leerer Fraßgang.
Nicht jede schwache Pelargonie hat diesen Schädling. Hitzestress, vernässte Wurzeln und Pilzkrankheiten können ebenfalls Vergilbung oder Zusammenbruch verursachen. Der Nachweis eines Lochs oder einer Larve vermeidet unnötige Behandlungen.
Eine praktische Abfolge zur Bekämpfung
- Kontrollieren Sie neue Pelargonien, bevor Sie sie neben eine bestehende Sammlung stellen.
- Entfernen Sie befallene Knospen und schneiden Sie hohle Stängel bis ins gesunde Gewebe zurück. Geben Sie befallenes Material in den Hausmüll statt auf den eigenen Kompost.
- Prüfen Sie die verbleibenden Triebspitzen bei warmem Wetter regelmäßig, wenn sich mehrere Generationen überschneiden können.
- Wässern und düngen Sie die Pflanzen angemessen, damit sich gesundes Wachstum leicht von neuen Schäden unterscheiden lässt.
Insektizide sind keine vollständige Lösung, weil eine Larve im Stängel vor Kontaktspritzmitteln geschützt ist. Bleibt der Schaden schwer, fragen Sie in einem spanischen Gartencenter oder beim regionalen Pflanzenschutzdienst nach den derzeit für Zierpflanzen zugelassenen Mitteln und befolgen Sie das Etikett genau. Verwenden Sie niemals ein landwirtschaftliches Produkt oder eine alte Empfehlung, nur weil darin Raupen genannt werden.
Quellen und Prüfung
Dieser Leitfaden wurde im August 2026 anhand des Eintrags der Europäischen und Mediterranen Pflanzenschutzorganisation zu Cacyreus marshalli und des Bestimmungs- und Bekämpfungsleitfadens der Royal Horticultural Society geprüft.